Das Steinbeil aus "Vviedinc hova"

Ist es ein Zufall? Ausgerechnet ein Werkzeug ist das älteste Zeugnis der Wiediker Geschichte, genauer: Ein Steinbeil aus der Zeit zwischen 3000 und 1800 vor Christi Geburt, das in der alten Lehmgrube im Binz aufgefunden wurde. Offenbar waren schon die allerersten Steinzeit-Wiediker fleissige Leute! Aus den folgenden Jahrhunderten ist freilich nur ganz wenig erhalten geblieben. Gräberfunde auf dem Rebhügel lassen vermuten, dass Kelten vom Stamme der Helvetier auf Wiediker Boden gesiedelt haben. Aus der Römerzeit sind nur ein paar Münzen überliefert.
An der Steinstrasse

Spannend wird es erst wieder in der Völkerwanderungszeit: Alemannen haben erkannt, wie gut sich auf dem Bühl- und dem Rebhügel wohnen lässt. Nicht nur Gräber bezeugen die alemannische Siedlung: Der Ortsname Wiedikon geht zurück auf eine alemannische Sippe, die sich nach ihrem Sippenältesten Wiedo die "Wiedlinge" nannte. Eine Urkunde vom 27. Juni 889 erwähnt die "Vviedinc hova", also die "Höfe der Wiedinge". In dieser Urkunde hat ein gewisser Perchtolo einzelne Grundstücke in Wiedikon dem Fraumünsterstift vermacht.
Das Bethaus

Aus "Vviedinc hova" wurde im Lauf der Zeit unser "Wiedikon".
Burgruine Friesenberg